Realistische Selbstverteidigung

Realistische Selbstverteidigung basiert vor allen Dingen auf zwei Faktoren:

  • Ein Technikangebot, das für jede denkbare Situation eine Lösung bereithält
  • Ein Handlungsmuster, ein Plan, wie o. g. Technik am besten in der jeweiligen Situation eingesetzt werden kann.

Die Technik:

Das Technikangebot muss einerseits so vielfältig sein, dass jede Kampfsituation abgedeckt ist, darf aber nicht in eine unüberschaubare Vielfalt ausarten. Hier ist weniger oft mehr. Das bei uns trainierte Jiû-Jitsu und Karate besticht durch hohe Effektivität bei relativ geringem Aufwand. Die Techniken werden auf Wirksamkeit ausgelegt, nicht auf Schönheit. Schultechniken werden hier so variiert, dass sie effektiv anwendbar sind.

Das Handlungsmuster:

„Je einfacher desto besser“. Komplizierte Bewegungsabläufe sind im Überlebenskampf einer Selbstverteidigungssituation lebensgefährlich für den Verteidiger. Je einfacher die Verteidigung, desto schneller kann sie abgerufen werden, desto schneller kann sie als „Plan“ in unserem Gehirn abgespeichert werden. „Handeln ohne den Hauch eines Gedankens dazwischen“ ist in der Selbstverteidigung das Optimum. Es gibt hier keinen Schönheitspreis, keine B-Note. Allein der Erfolg zählt. Je einfacher und effektiver der Selbstverteidigungsplan ist, desto souveräner kann agiert werden. Wichtig: die Verteidigung muss sich dem Angriff anpassen, nicht der Angriff der Verteidigung.