Gürtel-Übersicht Jiû-Jitsu und Karate-Dô


Die Gürtelfarben symbolisieren nicht nur technisches Können, sondern auch Reife. Ohne geistigen Fortschritt gibt es auch keine Möglichkeit, in der Kampfkunst weiterzukommen.                                                                                                 Trotz vielleicht überragendem Können hat man sich nicht weiterentwickelt.

 „Mit dem Können muss auch die Bescheidenheit wachsen“ (Jamal Measara. 7. Dan Seibukan Karate)

„Karate beginnt und endet mit Respekt“ (Gichin Funakoshi, der Begründer des modernen Karate).

5. Kyu – Gelbgurt:

Die Farbe der Erde

Der erste Schritt ist getan. Es handelt sich um die Basis für alle weiteren Fortschritte. Ohne diese Basis steht alles auf schwachen Beinen und wird früher oder später einstürzen. 

4. Kyu – Orangegurt:

Die Farbe der Sonne

Aufbauend auf der Basis wird man schon etwas selbstbewusster. Alles geht schon ein wenig leichter, dennoch handelt es immer noch um den Grundstock, auf den aufgebaut werden kann und muss. Von einem fertigen Gebilde ist man noch sehr weit entfernt.


3. Kyu – Grüngurt:

Die Farbe der Frucht

Jetzt verlässt man langsam die Anfängerphase. Der Grundstock ist gelegt und die bisher geübten Techniken werden weiter verfeinert und geschliffen. Alles fängt an zu fließen, es kommt langsam das Verstehen, wo vorher nur Nachahmen war. Alles bekommt langsam Form, das fertige Gebilde ist schon leicht zu erahnen.



2. Kyu – Blaugurt:

Die Farbe des Himmels

Jetzt ist man eindeutig ein Fortgeschrittener. Viele Techniken kommen von allein wie selbstverständlich. Mit dem fortgeschrittenen Können kommt aber auch die Verantwortung für die Mitschüler als auch der Schule. An Dir, Deinem Können und Deinem Auftreten wird die Schule gemessen. Diese Verantwortung muss Dir immer bewusst sein.


1. Kyu – Braungurt  

Braun vereinigt alle vorhergehenden Farben in sich. Braun ist also die Farbe der Erde, der Sonne, der Frucht und des Himmels.

Als Braungurt ist man ein echter Könner. Als Bindeglied zwischen dem Meister (Sensei) und dem Schüler ist die Verantwortung noch mehr gewachsen. Man ist Vorbild für die anderen Schüler und hilft dem Sensei bei der Umsetzung seiner Ziele. Man fühlt sich jeder Aufgabe gewachsen und ist trotzdem nach wie vor bereit, voller Eifer und Hingabe zu lernen, um der Schule Ehre zu bereiten.


1. Dan - Schwarzgurt

Die Farbe des Meisters

Ein Ziel und gleichzeitig ein Anfang. Als Schwarzgurt ist man nicht nur Meister der Technik sondern auch ein Meister seiner selbst. Wer jetzt meint, er hätte alles erreicht, hat nichts verstanden. Spätestens hier ist es Zeit, zu begreifen, dass es in der Kampfkunst kein Ende gibt. Selbst, wenn man sich keinen weiteren Gürtelprüfungen mehr stellt, sollte man hier erkannt haben, dass das alte Prinzip des Lebens auch hier gilt: es geht immer weiter; Leben ist Fortschritt - Stillstand ist Tod. Ein Schwarzgurt hat nicht ausgelernt – im Gegenteil. Ein Schwarzgurt weiß ganz genau, dass er immer weiter zu lernen hat – nur auf einem höheren Niveau.