Karate und Jiû-Jitsu als Lebensweg
Leider ist es so, dass über dieses Thema sehr viel gesprochen und geschrieben wurde und man trotzdem hinterher nicht klüger war. Das hat einen ganz einfachen Grund: Beim Karate und Jiu-Jitsu kommt das Verstehen nur über das Tun.
Karate und Jiu-Jitsu (und die anderen asiatischen Kampfsportarten) gehören nicht studiert, sondern praktiziert.
Trotzdem soll es hier gestattet sein, einige kurze Worte über das Thema zu verlieren.
„Karate beginnt und endet immer mit Respekt“
„Denke nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet“
„Erkenne zuerst dich selbst, dann erst erkenne den Anderen“
Dies sind nur wenige Zitate für das, was Karate und Jiû-Jitsu wirklich sind: eine Art bewusster und intensiver zu leben. Wer Karate und Jiû-Jitsu wirklich lebt, hat mit sich und seiner Umwelt mehr Frieden.
Hierzu eine kleine Anekdote:
Anko ITOSU, ein Karatepionier des 19. Jahrhunderts, wurde in einer Gaststätte angegriffen. Er ließ den Angriff an sich abprallen und fasste den Angreifer. Itosu ging nun mit dem Herrn im Schlepptau ohne eines Blickes zu würdigen zur Theke. Itosu war bekannt für seine große Kraft und so sehr der Mann versuchte, sich freizustrampeln, es gelang ihm nicht. Als sich der Angreifer etwas beruhigte, sagte schließlich Itosu: „Ich weiß nicht was du gegen mich hast, aber ich denke, wir trinken erst mal etwas zusammen.“